CFvW Gesellschaft

"Die Atombombe ist das Weckersignal des technischen Zeitalters:
die Institution des Krieges wird überwunden werden, oder
die Menschheit wird sich selbst zugrunde richten. Die
Antwort hierauf steht noch vor uns." (CFvW)


Damit - und: Wenn wir noch einmal davon kommen ...

„Vor allem“, zieht John F. Kennedy am 10. Juni 1963 an der American University in Washington D.C. die Konsequenz aus der Kubakrise, „müssen Atommächte, während sie ihre eigenen lebenswichtigen Interessen verteidigen, jene Konfrontation abwenden, die einen Gegner vor die Wahl zwischen einem demütigenden Rückzug oder einem Atomkrieg stellen. Ein solcher Kurs im Atomzeitalter wäre nur der Beweis für den Bankrott unserer Politik – oder für einen kollektiven Todeswunsch für die Welt.“

Nach dem Kennedy die existenzielle Bedrohung durch die Kubakrise „durch kühne und besonnene Reaktion“ zu einem geglückten Ende gebracht hatte, bestimmten „Versuche der Annäherung zwischen Moskau und Washington allmählich die Weltpolitik“. (Helmut Schmidt)

Inzwischen ist der Krieg nach Europa zurückgekehrt, mit dem Krieg in der Ukraine und um die Ukraine zum zweiten Male nach dem Zweiten Weltkrieg. In diesen Krieg sind mit anderen auch die beiden Großmächte involviert, die über ca. 90 % aller nuklearen Waffensysteme dieser Welt verfügen.

„Die entscheidende Frage ist ja doch,“ bilanziert Dr. Michael Bünker, Bischof i. R. der Ev. Kirche A. B. Österreichs, am 11. Januar 2024 in der Landesverteidigungsakademie Wien1) mit Blick auf das, was v. Weizsäcker auch sein persönliches Weckersignal nennt, auf Hiroshima und Nagasaki: „bis zum August 1945 war das Weltende vorstellbar. Die Apokalypse des Johannes beschreibt es wunderbar. Seit diesem Tag ist es herstellbar.
Das ist der Unterschied, an dem Carl Friedrich von Weizsäcker gearbeitet hat. Und an dem wir auch immer noch zu arbeiten haben, der unsere Verantwortung hervorruft und unseren Glauben, unsere Hoffnung, unseren Optimismus, unsere Kooperationsfähigkeit, unsere Menschlichkeit.“



1) Auf der Tagung „Gemeinsames Haus Europa – Bloße Historie oder Perspektive für die Zukunft?“ der Carl Friedrich von Weizsäcker-Gesellschaft Österreich in Kooperation mit dem Bundesministerium für Landesverteidigung und der Carl Friedrich von Weizsäcker-Gesellschaft Deutschland.